Tonga

Tonga – Das Land in dem die Zeit beginnt

Tonga? Wo liegt denn bitteschön Tonga? Afrika, Asien oder vielleicht in der Karibik? Nun ja, das wussten wir zu Beginn unserer Weltreise auch noch nicht! Doch dank Fabian und Janet, welche wir auf den Galapagos – Inseln kennengelernt hatten, erfuhren wir einiges über das kleine Königreich im Südpazifik und entschlossen uns, nach Fiji noch ein bisschen länger die Badehosen anzubehalten…

Tonga – Time

Wer von Fiji – Time spricht, der war noch nie in Tonga! Hier geht es noch langsamer zu und her als auf den Fiji – Inseln, denn das Hobby der Tongaer scheint herumsitzen zu sein. Alles wird gaaaaanz langsam gemacht, damit man ja nicht ins Schwitzen kommt. Zum Glück gibt es auf ganz Tonga keine Ampeln, sonst würde das ganze Volk überfahren werden! Zweites Hobby dieser gemütlichen Menschen ist das Essen. Entgegen der westlichen Magersuchtswelt von Victorias Secret, Prada, Gucci und Co., ist in Tonga Dicksein angesagt. „Je dicker umso schöner!“, wird hier gerne stolz erklärt. Nun, mit diesen zwei Lieblingsbeschäftigungen erstaunt es auch nicht mehr, warum die Tongaer zu den dicksten Völkern der Welt zählen. 🙂

Otuanga’ofa

Die Fähre Otuanga’ofa, welche die verschiedenen Inselgruppen miteinander verbindet, ist Tongas liebstes öffentliches Verkehrsmittel. Nach einem schlimmen Fährenunglück im Jahre 2009 haben die Japaner den Tongaern diese Fähre geschenkt, welche seither nationaler Stolz ist. Hier wird nicht auf steinharten Sitzbänken gewartet, bis die lange und verspätete Fahrt vorbei ist. Nein! Die Tongaer breiten selbstverständlich Matratzen und Barstdecken auf dem Boden aus, legen sich hin, schlafen und essen. Zwischendurch grunzt ein Schweinchen aus dem Pappkarton oder das Baby daneben schreit sich die Seele aus dem Leibe. Die Fähre fährt einmal wöchentlich – wann genau, scheint niemand zu wissen und ist von Woche zu Woche wieder anders. Take it easy – Tonga Time! 🙂

Niemals kolonialisiert

Tonga ist das einzige Land im südpazifischen Raum, welches noch nie von den Europäern kolonialisiert wurde. Hier hat der König, welcher in Tongatapu in einem Königspalästchen residiert, das Sagen. So hat er beispielsweise erlassen, dass jeweils sonntags weder Geschäfte geöffnet noch Sport getrieben werden darf. Denn Sonntag ist Ruhetag! So bleibt einem fast nichts anderes übrig, als zu schlafen, zu essen (siehe Tonga – Time 🙂 ) oder den kirchlichen Gottesdienst zu besuchen, wo der Herr höchstpersönlich anwesend ist. Selbstverständlich haben auch wir uns fein rausgeputzt um den König und seine Familie zu sehen. Doch leider war er zu dieser Zeit mit königlichen Angelegenheiten in Neuseeland beschäftigt.

Gigantische Walerlebnisse

Das beste und spektakulärste in Tonga ist die Tierwelt. Jedes Jahr kommen von Juni bis Oktober Buckelwale hierher, um ihre Jungen zu gebären und aufzuziehen. Das gibt es in anderen Ländern auch? Ja! Aber nur in Tonga kann man mit den Buckelwalen schwimmen! Selbstverständlich konnten wir uns das nicht entgehen lassen und haben drei Tage Zeit mit den Riesen der Meere verbracht. Während wir mit Schnorchel, Maske und Flossen bestückt an der Wasseroberfläche trieben, beobachteten wir das „riesige Kleine“ (selber schon 8 Meter lang) beim Spielen, Futtern und mit seiner 15 Meter langen Mutter kuscheln. Einfach unglaublich!

Atemberaubende Strände

Um das Südsee-Feeling zu vervollständigen, durften natürlich die feinen, weissen, von Palmen gesäumten Sandstrände nicht fehlen. So verwirklichten wir uns auf der Insel Uoleva den Traum vom einsamen Strand und Häuschen am Meer. Hier konnten wir (wie alle Einheimischen auch) rumliegen, essen und uns in den Tag treiben lassen. Wurde das Aktivitätsniveau drastisch erhöht, gönnten wir uns eine Runde Schnorcheln ums hauseigene Riff. In Vava’u wurden wir zu Schlauchbootkapitänen ausgebildet und entdeckten die umliegende Inselwelt. Dabei stiessen wir auf die winzige Disappearing Island (verschwindende Insel) und fühlten uns so richtig Robinson – like. 🙂

TONGA – Ein Land von dem wir noch nie was gehört hatten, aber nun unbedingt wieder zurück wollen!

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