Australien,  Fiji

Bula, Bula Fiji!

Sydney und Fiji – 10 wunderschöne Tage unter den Frührentnern (ein Gastbeitrag von Maja)

Koki und Reto waren auf weltlicher Reise, zu Hause fühlte ich mich etwas scheisse. So beschloss ich den fünften Kontinent Australien zu erkunden und habe per Zufall die beiden Weltenbummler wieder gefunden.

Nun zugegeben, so spontan hat sich das Ganze wohl nicht zugetragen. Im Auftrag der PH musste ich einen vierwöchigen Sprachaufenthalt im englischsprachigen Gebiet machen. Ich beschloss – nach langem Hin und Her – mich auf nach Australien zu wagen. So verbrachte ich vier lustige Wochen im Backpacker-Paradies Cairns. Dort habe ich ganz nebenbei tolle Menschen kennengelernt, viele Touren und Ausflüge miterlebt und meinen Tauchschein am Great Barrier Reef gemacht. Da ich als Studentin natürlich mehr als genug Geld besitze 🙂 , entschloss ich mich kurzfristig, meine Reise etwas zu verlängern und bereiste in Rekordzeit (2,5 Wochen) die Highlights der Ostküste. Fraser Island, die Whitsundays und ein Hornhautgeschwür durfte ich (üb)erleben. 🙂 Endstation der Ostküste sollte Sydney sein. Also stieg ich in Surfers Paradies in den Greyhound und dieser brachte mich mit Lichtgeschwindigkeit an die Central Station in Sydney.

Der Moment war also gekommen. Völlig verstrubbelt stieg ich aus dem Bus heraus und da sah ich schon in zwei Gesichter mit strahlend weissen Zähnen. Meine Lieblingsweltenbummler! 🙂 Ich fiel quasi aus dem Bus direkt in ihre Arme.  Ja, ein wunderschönes Wiedersehen nach sechsmonatiger Auszeit! Es war schlussendlich an Reto mein 25 kg schweres Gepäck zum Hostel zu transportieren. Übrigens war es ein tolles Hostel im Vergleich zu dem, was ich auf der bisherigen Reise erleben durfte. Mit diesem Schreiben verleihe ich dem Hostel  offiziell 4 Sterne. 🙂

Zurück zum Wesentlichen. Für Sydney hatten wir im Vorfeld drei volle Tage eingeplant. Zurückblickend muss ich jedoch sagen, dass ich in dieser tollen Stadt gerne etwas länger geblieben wäre. Es heisst nicht mehr „Verliebt in Berlin“ sondern „in Love with Sydney“. Vor allem das Opernhaus tat es uns an. Am meisten Zeit haben wir nämlich damit verbracht, dieses einzigartige Gebäude zu fotografieren und es perfekt in Szene zu setzen. Dafür nahmen wir sogar in Kauf, uns auf die andere Seite des Hafens zu begeben und dabei gefühlten zehn Tausend joggenden Menschen zu begegnen und uns insgeheim – so tüf im fuule Herzli – schlecht zu fühlen. Nein, im gestressten Zürich bekommt man so etwas nicht zu sehen. Alle Menschen schienen so glücklich zu sein, ja auch die Bürogummis! Am folgenden Tag haben wir zudem auch noch in der Finsternis eine halbe Wanderung unternommen, um dieses Ding bei Nacht abzulichten. Es hat sich aber so etwas von gelohnt! Meiner Ansicht nach könnte Koki ihre Fotografien verkaufen und noch ein paar Millionen mehr scheffeln, damit sie länger auf Reisen bleiben können…

Auch haben wir in Sydney den Bondi Beach und Manly besucht, ebenfalls empfehlenswerte Orte.  Vor allem Manly hat uns gefallen. Natürlich – wenn man exklusiv Modell für Koki stehen und sich dem Risiko aussetzen darf, den verstauchten Knöchel mit Herumspringereien ein zweites Mal zu verstauchen, dann kann man nur von Glück reden! Atemberaubendes Sydney! Die drei Tage gingen ganz schnell vorbei und nur ganz nebenbei waren wir im Hostel diejenigen Backpacker, die von allen Seiten tödliche Blicke empfingen, weil die anderen auf unser Essen neidisch waren. 🙂 Kein Wunder – Koki und ich sind ja auch Köchinstöchter. 🙂 Schluss mit Sydney.

Es ging ab in die Südsee, Fiji sollte es werden. Es kommt noch besser: Es wurden sogar die Yasawa- Inseln, weil mein studentisches Konto ja überläuft. 🙂 Unsere erste Nacht verbrachten wir übergangsweise in Nadi und waren schon total euphorisch und von der gesamten Stimmung begeistert. Am nächsten Morgen ging es dann auf den Yasawa-Flyer – das einzige Schiff, dass all die Leute auf die schönen Inseln bringt. Nun kann man sich vorstellen, wie teuer so ein 7-Tages-Pass ist. Ja… ein Monopol-Unternehmen. Aber das macht mir als Monopoly-Liebhaber ja nichts aus. 🙂 Nach vierstündiger Reise kamen wir endlich auf der Waya-Insel an, auf der sich das Octopus Reosrt befand. 1…2…3…. Octopuuuus! Ja, das Resort war so toll, das wir sogar eine Liebeshymne konzipierten und diese jeden Tag laut vor uns hersangen. 🙂 Das Essen war fantastisch, was aber nicht weiter wundert, da es mehr als die Hälfte unseres Budgets verschlang. Auch die Zimmer waren so gar nicht Backpacker-Like. Den besten Standort hatten nämlich wir, denn nur einen Schritt aus der Tür heraus und schon sah man das  prachtvolle, von Palmen umgebene, türkisfarbene Meer. Einfach wunderschön. Vor allem haben wir uns auf das Schnorcheln mit Manta Rays gefreut. Also ging es an einem Tag mit dem kleinen Boot aufs überaus raue Meer (wir hatten Todesangst). Zu dumm nur, dass an der besagten Stelle, wo die Mantas eigentlich sein sollten, nichts zu sehen war. Ja, sie wollten sich leider nicht blicken lassen. Als Trost bekamen wir aber ein extra Schnorcheln. Koki behauptet ja immer noch, dass der Bootsführer Kenny ein Auge auf mich geworfen hatte und wir nur deswegen vom Extra-Schnorcheln profitieren konnten. Wer weiss, denn beim Kino-Abend am Pool unter dem Sternenhimmel (mein persönliches Highlight) hat sich Kenny nicht blicken lassen. 🙂

Auf der Waya-Insel verbrachten wir 3 wundervolle Tage und schliesslich ging es wieder auf den Yasawa-Flyer, der uns zur Nacula-Insel brachte. Dort residierten wir im Blue Lagoon Beach Resort, das laut vielen Leuten das beste Resort sein sollte. Schön wars, aber uns schwirrte wieder nur eines im Kopf herum: 1…2…3 Octopuuus! 🙂 Trotzdem genossen wir unsere gemeinsame Zeit auch dort und unternahmen vieles. Unter anderem statteten wir dem einheimischen Dorf einen Besuch ab und durften Teil eines Sonntagsgottesdienstes sein. Zwar haben wir kein Wort verstanden, aber die süssen Kinder und der Gospelchor haben es uns wirklich angetan. Auch die Kleinen waren angetan von uns, so dass sie überhaupt nicht still sitzen konnten und wir böse Blicke von den Müttern auf der anderen Seite kassierten. Wirklich zuckersüsse Kids! Ein anderes Highlight war das Bullshark-Tauchen. Ja, Reto und ich haben es gewagt. Ich glaube, so nervös war ich im Leben noch nie und habe ernsthaft darüber nachgedacht, dieses Event abzusagen. Trotzdem hab ich nebenbei Koki überreden wollen auch mitzukommen. „Geteiltes Leid ist halbes Leid“, dachte ich. Nun ja, am Ende hat all das leider nichts genützt, da es am Ende sowieso nur 2 Plätze frei hatte. Und da waren wir. Es hiess mit der Rückwärtsrolle sollten wir ins offene Meer springen. Ich tat es und befand mich wenige Minuten später inmitten von Bullsharks. Ein einfach unglaubliches Abenteuer, das ich nur erleben durfte, weil ich meinen inneren Schweinehund bezwang. All die Nervosität hatte sich absolut gelohnt. Am gleichen Tag ging es leider wieder zurück nach Nadi. Wieder eine kurze Nacht dort und wir fanden uns am Flughafen wieder.

Den Tränen nahe verabschiedete ich mich dort. Die Gedanken wurden nur noch von den tollen Momenten, den einzigartigen Schnorchel- und Tauchausflügen, den Wanderungen und den Gesprächen bestimmt. Es war so schön, ein Teil der Weltreise zu sein. So sagte ich zum Ende: Goodbye and Bula. Bis bald! Eure Maja

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